US-Wahlen: Was für Anleger jetzt besonders wichtig ist
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US-Wahlen: Was für Anleger jetzt besonders wichtig ist

Märkte: USA

Wenn am Dienstag, den 8. November 2016 die US-Amerikaner über den Nachfolger von Barack Obama abstimmen, schaut die Welt gespannt auf die USA. So viel Provokation, so viel Polemik, so viel Unsicherheit im Wahlkampf war bislang selten, wenn es darum ging, wer ins Weiße Haus einzieht. Anleger in Deutschland sollten daher frühzeitig mit ihrem Bankberater sprechen, um auf den Nachfolger oder die Nachfolgerin von Barack Obama vorbereitet zu sein. Eine Momentaufnahme aus dem November 2016.

Mag Hillary Clinton bei den Umfragen aktuell vorn liegen – Donald Trump ist noch nicht geschlagen, bleibt auch nach dem letzten TV-Duell am 19. Oktober in Schlagdistanz. Umfragen von CNN und YouGov sahen Clinton klar als Sieger des Duells. Doch Stimmungen sind keine Stimmen. „Die Märkte haben das Event-Risiko eines Wahlsiegs von Donald Trump nicht ausreichend eingepreist“, warnt Oliver Postler, Chief Investment Officer der HypoVereinsbank, in einer aktuellen Analyse zur US-Wahl.

Deutschlands Exportmarkt Nummer 1

Das könnte sich als Fehler herausstellen. „Die USA sind nicht nur eine Wirtschaftsmacht, sie sind international ein wichtiger homogener Markt mit 300 Millionen Konsumenten, für Deutschland sogar Exportmarkt Nr. 1 und damit relevant für Unternehmer und Anleger“, sagt Thomas Scharf, Leiter des Strategieteams in der Vermögensverwaltung der HypoVereinsbank (HVB). DAX-Unternehmen setzten 2015 jeden vierten Euro in den USA um, in Deutschland waren es gerade einmal 22 Prozent. Kraftfahrzeuge und -teile machten 2015 ein Drittel der deutschen Exporte in die USA aus, Maschinen und chemische Erzeugnisse ein Fünftel. Trumps Pläne, verstärkt auf US-amerikanische Produkte zu setzen, könnten hier für Verwerfungen sorgen.

Analyse

Szenario: Donald Trump wird US-Präsident

Am 8. November wird in den USA gewählt. Die Kandidaten könnten unterschiedlicher kaum sein. Ihre Wahlprogramme zeigen das.

Lesen Sie hier, welche Auswirkungen ein möglicher Wahlsieg von Donald Trump haben könnte auch für Anleger in Deutschland.

Scharf: „Der US-Dollar ist eine globale Leitwährung, an die viele Länder, darunter auch China, ihre Währungen wiederum mehr oder weniger stark gebunden haben. Der Finanzplatz USA ist einer der größten und am besten funktionierenden weltweit – das war selbst während der Finanzkrise so.“

Enorme Bedeutung für Weltwirtschaft und internationale Finanzmärkte

US-Konjunktur und Finanzmärkte geben weltweit den Takt vor, ihre internationale Bedeutung ist enorm. So ist beispielsweise in Deutschland viel Geld aus den USA im Kapitalmarkt investiert, während China und Japan über große Anteile an US-Staatsanleihen verfügen. Viele Länder, vor allem aus den Emerging Markets, aber auch Unternehmen unter anderem aus China, Südafrika, Lateinamerika und der Türkei sind in US-Dollar verschuldet. Sollte es – beispielsweise als Reaktion auf die Präsidentschaftswahl – zu Währungsverschiebungen kommen, könne das daher „eine große Streukraft“ entwickeln, sagt der Vermögensstratege Scharf.

Hillary Clinton und Donald Trump, die beiden Präsidentschaftskandidaten, werden ein Land übernehmen, das wirtschaftlich ganz gut dasteht. „Wir haben dort das stärkste Wachstum in den entwickelten Ländern nach der Finanzkrise gesehen“, sagt Scharf,  „auch wenn es im Vergleich zur Zeit vor der Krise noch unterdurchschnittlich und die Wirtschaft anfälliger als in vorangegangenen Zyklen ist.“ Ein stabilisierter Arbeitsmarkt und langsame Zinsnormalisierung sorgen für eine positive Grundstimmung.

Scharf: „Dem steht ein sinkendes Potenzialwachstum entgegen, und vor allem ein hohes Maß an gesellschaftlicher Ungleichheit, denn der Aufschwung der vergangenen Jahre ist an der Mehrheit der Bevölkerung vorbeigegangen.“ Besonders betroffen sei die Mitte der USA, das Herzland („heartland“), durch Deindustrialisierung, kurzfristige Jobs zu Niedriglöhnen, eine reale Lohnentwicklung, die seit Jahren seitwärts tendiert, dazu eine sehr große Schere zwischen Löhnen und Unternehmensgewinnen. Scharf: „Das birgt Risiken.“

Clinton vs. Trump: Verlässlichkeit vs. Unberechenbarkeit

In dieser Grundkonstellation steht Hillary Clinton, die Kandidatin der Demokraten, für Stabilität und Verlässlichkeit, für Berechenbarkeit. Von ihr wird erwartet, dass sie den Status quo beibehalten wird – eine Erleichterung für die Finanzmärkte, die nichts so fürchten wie Unsicherheit. Mag ihr Wahlprogramm im Grunde genommen expansiv ausgelegt sein: Die komplizierten Machtverhältnisse in Kongress und Repräsentantenhaus könnten – gerade bei den angekündigten Steuererhöhungen für Reiche – ihre Pläne durchkreuzen. Viel ändern wird sich also nicht.

Der Republikaner Trump dagegen steht vor allem für eins: Unberechenbarkeit. Seine (geplante) Einwanderungs- und Handelspolitik belasten die US-Wachstumsperspektiven. „Sollte Trump die Wahl gewinnen, dürfte die Risikobereitschaft der Investoren deutlich sinken“, sagt Scharf. Die steigende Unsicherheit bezüglich Trumps zukünftiger Politik würde, so die Erwartung, zu einem Kursrückgang an den Aktienmärkten führen. "Durch die Flucht in (vermeintliche) Sicherheit würden US-Staatsanleihen dagegen an Attraktivität gewinnen, die Kurse also steigen und, spiegelbildlich dazu, die Renditen zurückgehen."

Doch unklar ist, was er umsetzen will – und kann. Auch er muss sich mit dem Kongress, sprich Senat und Repräsentantenhaus, auseinandersetzen. Zeitgleich mit der Präsidentenwahl wird auch ein Drittel des US-Senats und das komplette Repräsentantenhaus neu gewählt. Ob die Republikaner dann im Senat die 60 Sitze Mehrheit haben werden, die ein Präsident Trump braucht, um seine Gesetzesvorschläge durchzubringen, ist nicht gesichert. „Die Unsicherheit könnte monatelang anhalten“, sagt Scharf. „Doch selbst abgespeckt wäre sein Programm mittelfristig noch immer eine Belastung für die Wirtschaft.“

Sollte Trump alle seine Vorschläge umsetzen, würde die US-Wirtschaft 2017 aufgrund der Steuersenkungen anfangs wohl zusätzlich Fahrt aufnehmen. Doch CIO Postler warnt: „Die konjunkturellen Bremswirkungen seiner Einwanderungs- und Handelspolitik übersteigen danach die Impulse seiner geplanten Steuersenkungen beziehungsweise Deregulierungsmaßnahmen bei Weitem.“ Die US-Wirtschaft würde nach dem ersten Aufwind rasch „in eine ausgeprägte Rezession abrutschen“.

Infografik

S&P 500 im Jahr 2016 und US-Wahlen

Gewinnt Donald Trump die Wahl, könnte die Unsicherheit in vielen Bereichen zu einem Kursrückgang der US-Aktien führen. Wie sehr, hängt davon ab, wie weit der Index vor dem Wahltag möglicherweise bereits gesunken ist.

Das träfe dann aber möglicherweise nicht alle Branchen. Da beide Kandidaten die marode Infrastruktur im Land auf Vordermann bringen wollen, könnte die Bauindustrie Impulse bekommen. Die medizinische Versorgung steht ebenfalls im Wahlprogramm beider Kandidaten, auch wenn ihre Ansätze unterschiedlich sind. Und schließlich könnte die Rüstungsindustrie von Trumps Plan, den Militär-Etat von aktuell 600 um mehrere Hundert Milliarden US-Dollar aufzustocken (mehr Soldaten, Schiffe und Kampfjets) ebenso profitieren wie die Energiebranche, der er die Rücknahme von Regulierungen und die Rückbesinnung auf fossile Energieträger (Erdöl, Ergas und Kohle sowie das umstrittene Förderverfahren Fracking) verspricht.

Europa im Schatten des US-Aktienmarktes

Der US-Aktienmarkt wirft als weltweit führender Aktienmarkt seinen Schatten natürlich auch auf Europa. Starke Korrekturen nach unten würden mit hoher Wahrscheinlichkeit bis über den Atlantik durchschlagen, erwartet Postler. „Die Märkte, die aktuell schon eher seitwärts tendieren, würden das dann wohl weiter tun“, sagt er. „Sollte die US-Wirtschaft tatsächlich in eine Rezession abrutschen (Worst-Case-Szenario), würde dies auch die Wirtschaft und die Aktienmärkte im Euroraum stärker mit nach unten ziehen.“

Infografik

US-Wachstumserwartungen und Gewinnwachstum

In der Vergangenheit lief die Entwicklung des BIP mit dem Gewinnwachstum parallel. Allerdings könnten einige Branchen von den Plänen von Donald Trump profitieren.

Selbst wenn Trump den Großteil seiner Projekte wahrscheinlich nicht wird durchsetzen können, werde seine Politik die Abwärtsrisiken für 2018 und 2019 verstärken, ergänzt Thomas Scharf. Die Folge: Das Potenzialwachstum der US-Wirtschaft werde weiter zurückgehen.

Eine Hausse im Wahlumfeld, bei früheren Wahlen oft gesetzt, ist daher nicht in Sicht. Scharf: „Gerade bei dieser Wahl sind alte Sicherheiten keine Garantien für neue Sicherheiten.“ Die Konsequenz: „Bleiben Sie informiert über die großen Themen, die die Welt bewegen.“ Das gelte für die US-Wahl ebenso wie für den Brexit oder geopolitische Krisen.

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Sein Rat: „Gehen Sie keine politischen Wetten an den Börsen ein, sondern verschaffen Sie sich gemeinsam mit Ihrem Bankberater einen Überblick über Ihre mittel- und langfristige Anlagestrategie. Dann bleibt am Ende das gute Gefühl, seine Finanzen und Anlageziele trotz US-Wahl im Blick zu haben.

Vor allem gelte eins: keine Panik. Die realwirtschaftlichen Auswirkungen der Wahl werden sich wohl erst im Laufe des Jahres 2017 und danach zeigen. „Sie sollten aber auch wissen: Vermeintlich sichere Anlagen können Ihr Vermögen aufzehren“, sagt Scharf.

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