Superwahljahr 2017: Das sollten Anleger wissen
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Superwahljahr 2017: Das sollten Anleger wissen

Märkte: Europa

Es ist das Jahr der Entscheidungen in Europa: Im Frühjahr stimmten sowohl die Niederländer als auch die Franzosen in richtungsweisenden Wahlen über die politische Zukunft ihrer Nationen ab. Im September 2017 nun wählt Deutschland einen neuen Bundestag. Was Anleger über das Superwahljahr 2017 wissen sollten, verrät HVB-Experte Oliver Postler.

Wer im Frühjahr 2017 die Zeitungen aufschlug, den konnte das Gefühl beschleichen, dass die Rechtspopulisten in Europa längst die Macht an sich gerissen hätten. In Frankreich wetterte eine Marine Le Pen vor der Präsidentschaftswahl gegen Überfremdung, bei den Parlamentswahlen in den Niederlanden holte Geert Wilders die zweitmeisten Stimmen. Doch gemach: Bei einer hohen Wahlbeteiligung blieb Wilders deutlich hinter seinen Ambitionen zurück, während sein Erzrivale, der rechtsliberale Ministerpräsident Mark Rutte, einen überzeugenden Sieg einfuhr. Und in Frankreich gewann der liberal-progressive und dezidiert europafreundliche Kandidat Emmanuel Macron nicht nur die Präsidentschaftswahl, sondern holte bei den Parlamentswahlen im Juni dazu noch die absolute Mehrheit.

Superwahljahr 2017

Schlag auf Schlag

2017 stehen Wahlen in gleich drei wichtigen Ländern der EU an, nämlich in den Niederlanden, Frankreich und in Deutschland. Den kompakten Überblick über das Geschehen bietet unser Zeitstrahl.

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„Mit dem Ergebnis der französischen Präsidentschafts- und Parlamentswahlen haben sich die politischen Unsicherheiten in Frankreich und Europa weiter verringert“, erklärt Oliver Postler, Chief Investment Officer für Privatkunden bei der HypoVereinsbank. „Die Risiken der Präsidentschaftswahl in Frankreich wurden in den Medien im Vorfeld übertrieben. Die zum Teil heftigen Gegenreaktionen nach dem ersten Wahlgang zeigen das.“ Er halte daran fest, dass mit der schrittweisen Reduzierung politischer Risiken der optimistische Euroraum-Ausblick der HypoVereinsbank, basierend auf den starken realwirtschaftlichen Daten, weiter an Gewicht gewinne. Mit den Wahlerfolgen von Macron, so Postler, dürften sich die jüngsten Entwicklungen noch einmal akzentuieren.

Vertrauen in die Wirtschaft steigt stetig an

Gestützt wird Postlers Einschätzung durch positive wirtschaftliche Rahmendaten. So ist die Weltwirtschaft mit viel Schwung ins neue Jahr gestartet, der globale Handel klettert beharrlich in Richtung eines Zweijahreshochs. Und auch in Europa selbst ist die Stimmung zuversichtlich, das Klima anlegerfreundlich: Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist auf nachhaltigem Wachstumskurs, und auch die Vertrauenswerte in die europäische Wirtschaftskraft steigen seit einem guten Jahr stetig an. Selbst die Spekulationen um einen Euro-Austritt Griechenlands oder eine drohende Rezession scheinen angesichts der makroökonomischen Realitäten weit in den Hintergrund gerückt.

Infografik

Momentum: Aktienmärkte im Aufwind

Vor allem in den vergangenen zwölf Monaten zeigen die für Europa maßgeblichen Börsen-Indizes ein robustes Wachstum - und belegen damit gleichzeitig das Vertrauen der Anleger in die Wirtschaft.

Anleger könnten von den Wahlen profitieren

Für Frankreich sieht Postler eher positive Marktimpulse durch die politischen Aussichten. So dürfte sich der neue Präsident Macron durchaus reformfreudig zeigen. Das könnte die Stimmung ins Positive drehen. „Unserer Einschätzung nach könnte die französische Wirtschaft insgesamt profitieren, was sich wiederum positiv auf die Finanzmärkte niederschlagen würde“, so Oliver Postler. Anleger könnten so mindestens mittelfristig von den Wahlen profitieren.

Fraglos sei die zweitgrößte Volkswirtschaft der Euro-Zone reformbedürftig. „Die Verschuldungsquote liegt hier bei 96 Prozent des Bruttoinlandsprodukts“, gibt Postler zu bedenken. „In Deutschland liegt dieser Wert nur bei 72 Prozent.“ Impulse wären absolut nötig, denn die französische Wirtschaft leidet unter ihrer Exportschwäche und einer weiter negativen Handelsbilanz. 

Analyse

Vor der Deutschland-Wahl: Märkte mit Potenzial

Es war unter dem Strich ein gutes Börsenhalbjahr – allerdings hat die außergewöhnlich starke Euro-Aufwertung die „Auslandsgewinne“ nahezu aufgezehrt. Nach der Sommerpause dürfte es zumindest in Kontinentaleuropa weiter aufwärts gehen. Warum, das lesen Sie hier.

 

Europas Wirtschaft kann so schnell nichts erschüttern

Die Finanzmärkte zeigen sich indes stabil, die Stimmungsindikatoren versprechen für die europäische Wirtschaft insgesamt eine freundliche Zukunft. Postler: „Seit einem Jahr lässt sich sowohl in den entwickelten Wirtschaftsräumen – also Europa, USA und Japan – als auch in den Schwellenländern, ein positives wirtschaftliches Momentum beobachten. Die Stimmung steigt, die harten realwirtschaftlichen Daten ziehen an und auch die nachläufigen Indikatoren weisen nach oben. So ist die Arbeitslosigkeit in Europa zurück auf unter zehn Prozent gesunken und die Inflation zieht an. Das ergibt ein sehr robustes Gesamtbild der wirtschaftlichen Entwicklung.“

Indizien sind auch die zunehmende Vergabe von Unternehmenskrediten  die auf eine starke Investitionskonjunktur schließen lässt  und die anhaltende Konsumdynamik. Die Kapitalmärkte entwickeln Frühlingsgefühle auf guter Basis. Steigende Unternehmensgewinne sind ein fundamentaler Unterbau für eine solide Aktienmarktentwicklung. Von der Anleihenseite ist nicht viel zu erwarten. Wer keine ausreichenden Risiken nimmt, wird auch keine hinreichenden Chancen auf einen realen Werterhalt haben. Zeit also für einen Frühjahrsputz im Depot. Je nach Anlagehorizont und Risikobereitschaft sollten Aktien beigefügt werden. Konsolidierungen die immer wieder kommen können, bieten eher Einstiegsgelegenheiten.

Infografik

Zuversichtlicher Blick in die Zukunft

Das Vertrauen in die Wirtschaft und in die Tragfähigkeit des derzeitigen Aufschwungs ist hoch, wie Indikatoren zum Geschäftsklima in Europa belegen.

Die größeren Fragezeichen lassen sich derzeit im politischen Feld finden – nicht nur in Europa, sondern weltweit. So wird sich erst in den folgenden Monaten zeigen, was die Präsidentschaft Donald Trumps wirtschaftlich bedeutet: „Bei der US-Administration sind Steuersenkungen und Deregulierungen im Gespräch als Stimuli für die Wirtschaft, die das bei einem Wachstum von 2,7 Prozent eigentlich nicht benötigt“, verdeutlicht Postler. „Sollte es aber zu harten protektionistischen Maßnahmen kommen, wie etwa Strafzöllen, dann könnte das für den globalen Handel und auch die private Wirtschaft hierzulande schlecht sein.“

Für Anleger heißt es: Ruhe bewahren und diversifizieren

In Deutschland selbst ist nach wie vor unklar, wie groß der Einfluss der rechtspopulistischen AfD auf das Wahlergebnis am 24. September tatsächlich sein wird. Ein mögliches Szenario wäre aus heutiger Sicht die Fortsetzung der großen Koalition, wobei die SPD mit der Nominierung von Martin Schulz zunächst Aufwind bekam, der zuletzt aber wieder abgeflaut ist. Die Märkte würden auf eine Fortsetzung der großen Koalition unter einem Bundeskanzler Martin Schulz womöglich gar nicht so negativ reagieren, meint Postler, weil sich auch in der Vergangenheit unter einer SPD-geführten Regierung die wirtschaftliche Entwicklung durchaus sehen lassen konnte. Gleichwohl: Eine teilweise Zurücknahme der Agenda 2010 könnte die Flexibilität im Arbeitsmarkt und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen hierzulande abschwächen.

Als größte Wirtschaftsmacht in der EU steht Deutschland momentan allerdings glänzend da und treibt das Wachstum des gesamten Euroraums voran. Wirtschaftliche Reformen hierzulande haben also europaweites Gewicht. Dabei sprechen die positiven Fakten für sich: „Wir haben eine sehr niedrige Arbeitslosenquote von 5,9 Prozent, die Wirtschaft wächst um knapp 2 Prozent“, so Oliver Postler. „Den Unternehmen geht es gut, die Beschäftigung und die Löhne steigen. Die Lage ist nicht so negativ, wie sie teilweise dargestellt wird. Ich rate also zu einem Realitätscheck.“

Soll heißen: Um vor möglichen Risiken im Superwahljahr gewappnet zu sein, sollten Anleger Ruhe bewahren und auf eine ausgewogene Diversifizierung ihres Portfolios setzen, also zum Beispiel auf einen Mix aus Aktien, Anleihen und – als Beimischung – Gold. Wer mit seinem Vermögen dagegen nur in risikoarme Anlagen investiere, verliere allein durch die Inflationsrate schon Geld, so Postler. Denn seiner Einschätzung nach könnte das Leitzinsniveau in Europa bis Ende nächsten Jahres bei null verharren.

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