Chancen der US-Märkte nutzen wie der FC Bayern München
Märkte: USA

Chancen der US-Märkte nutzen wie der FC Bayern München

Made in Germany überzeugt in den USA, der Binnenkonsum zieht an. Mit der richtigen Vorbereitung können Mittelständler ihre Chancen jenseits des Atlantiks nutzen. Auch der FC Bayern München hat das Potenzial der US-Märkte erkannt.

Offensive liegt dem FC Bayern München. Auch wirtschaftlich bewegt sich der deutsche Rekordmeister steil auf Expansionskurs. „Wir haben in den USA schätzungsweise 82 Millionen Fußballfans, von denen sich rund 27 Millionen zum FCB bekennen oder sich potenziell für uns begeistern können“, erklärt Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsvorsitzender der FC Bayern München AG. Ein großer Markt, den der deutsche Rekordmeister für sich erschließen will.

Die Leidenschaft für Sport ist Teil der amerikanischen Kultur, Profifußball steht bei den Amerikanern hoch im Kurs. Deshalb hat sich der FC Bayern dafür entschieden, seine Präsenz im US-Markt zu erhöhen. Bereits vor zwei Jahren eröffnete der Club eine Niederlassung in New York. So können die Bayern mit ihren Fans direkt in Verbindung treten und die Kommunikation sowie die Aktivitäten passgenau auf den US-Markt ausrichten.

Basis für Einnahmen und Umsatzwachstum

Hintergrund: Mit der Globalisierung steigen die Weltaktivitäten auch im Sport. Der Wettbewerbsdruck erhöht sich. Für die Münchener der Anlass, ihre Präsenz in den USA auszubauen und ihr Engagement zu erweitern. Das erklärte Ziel: die Basis für mehr Einnahmen und Umsatzwachstum zu schaffen. „Es ist lebenswichtig für uns, konkurrenzfähig zu bleiben. Nicht nur im Binnenmarkt, sondern auch auf der internationalen Bühne“, so Rummenigge.

„Das Land ist Investoren gegenüber sehr offen und positiv eingestellt.“

Martin Marsmann,
Head of Global Transaction Banking Americas, UniCredit New York

Marktchancen für den Mittelstand

Wie der FCB erkennen immer mehr mittelständische Unternehmen Marktchancen in den USA. „Man findet hier ein sehr positives Marktumfeld für Waren, Dienstleistungen und Investitionen aus Deutschland, und das mit einem verlässlichen Regelwerk“, sagt Martin Marsmann, Experte der UniCredit in New York. „Deutsche Unternehmen sind im Markt sehr angesehen. Dazu kommt, dass Konsumenten neuen Ideen und Produkten gegenüber sehr aufgeschlossen sind.“

Das Land zählt zu den wichtigsten Handelspartnern für deutsche Unternehmer. Bezogen auf die Exporte haben die USA 2015 Frankreich als wichtigstes Partnerland abgelöst.

Infografik

Deutschlands wichtigste Exporte in die USA

Die USA haben Frankreich als größten Export-Partner Deutschlands abgelöst.

(Quelle: Statistisches Bundesamt / destatis.de)  

Das kommt nicht von ungefähr: Die Rahmendaten für Geschäfte mit amerikanischen Firmen sind allgemein gut. Das Wirtschaftswachstum bewegt sich mit rund 2,5 Prozent auf einem vergleichsweise ansehnlichen Niveau. Die Arbeitslosenquote liegt anhaltend bei unter 5 Prozent – auch in der Prognose der kommenden Jahre. Die Inflationsrate beträgt 2016 geschätzt unter einem Prozent.

Starker Konsummarkt

Als ein wesentlicher Wachstumsfaktor zählt künftig der private Sektor. Von ihm kommen laut den Experten von Germany Trade & Invest (GTAI) positive Impulse für den deutschen Export. Die Möglichkeiten, Geld auszugeben, haben sich in den vergangenen Jahren für die amerikanische Bevölkerung deutlich verbessert.

„Der Konsummarkt ist ungebrochen stark. Und 300 Millionen shopping-freudige Verbraucher sind eine lohnende Zielgruppe“, sagt Marsmann.

Internationalisierung

Der FC Bayern in New York

Go West, FCB! In New York traf der deutsche Fußball-Rekordmeister auf Real Madrid. Doch die US-Tour hat auch einen unternehmerischen Aspekt. Karl-Heinz Rummenigge, Vorstandsvorsitzender der FC Bayern München AG, und Giovanni Ronca, Head of Corporate and Investment Banking Americas bei der UniCredit, sprechen in der New York Times über Internationalisierung und die Chancen, die der US-Markt bietet. Lesen Sie hier den ganzen Artikel.

Nachfrage nach Energieeffizienz und Wasseraufbereitung

Davon profitiert insbesondere der Handel. Rund ein Drittel der deutschen Ausfuhren entfallen auf Kraftfahrzeuge und -teile, ein Fünftel auf Maschinen und chemische Erzeugnisse. Darüber hinaus sind Elektro-, Mess- und Regelungstechnik sowie elektronische Waren und Leistungen gefragt.

Als große Wachstumsmärkte gelten moderne Technologien zur Wasseraufbereitung und -verarbeitung. Ebenso setzen die Amerikaner auf Energieeffizienz.

Beratung und Fachkenntnisse zählen

Wer als global aufgestellter mittelständischer Unternehmer die Chancen der USA ausloten will, nimmt am besten Kontakt mit den regionalen Außenhandelskammern auf. Sie können eine erste Einschätzung darüber geben, ob und wie sich der lange Weg über den Atlantik lohnen kann. Die Kammer-Experten vermitteln erste Kontakte, etwa zu Messeveranstaltern.

Ein breites Netzwerk zählt als ein wichtiges Erfolgskriterium in den USA. Die Kammern vor Ort können Tipps zu Standorten geben, kennen die Regularien, die Risiken und die wichtigsten gesetzlichen Vorgaben des Marktes.

„Der Schritt zur Deutsch-Amerikanischen Handelskammer ist ein Muss für den erfolgreichen Start in den USA.“

Martin Marsmann,
Head of Global Transaction Banking Americas, UniCredit New York

Schecks und Stand-by Letter of Credit

Und die Usancen etwa in puncto Zahlungsverkehr: „Zum Beispiel sind hier noch Schecks in Papierform üblich. 70 Prozent der Zahlungen werden über Schecks abgewickelt. Auch bei elektronischen Zahlungen werden andere Formate als in Deutschland verwendet, zum Beispiel das CTX-Format des US-Clearingsystems ACH“, so Marsmann.

Statt der in Deutschland gebräuchlichen Bürgschaft oder Garantie kommt ein sogenannter „Stand-by Letter of Credit“ zum Einsatz.

„Local expertise is crucial to success − and this is what we offer from UniCredit's New York offices.“(The New York Times, 03.08.2016)

Giovanni Ronca,
Head of Corporate and Investment Banking Americas, UniCredit New York

Gründliche Vorbereitung beginnt in Deutschland

„Neben einem Gespräch mit der eigenen Bank zu Hause und deren Vertretern vor Ort ist der Schritt zur Deutsch-Amerikanischen Handelskammer ein Muss für den erfolgreichen Start in den USA“, sagt Marsmann. Diese bietet unter anderem Informationen für den Markteintritt USA sowie Ansprechpartner für bestimmte Branchen.

Weiter notwendig: gründliche Vorbereitung, Kontakte, Erfahrungsaustausch auf allen Ebenen und eine gute lokale Anwaltskanzlei. So können sich Unternehmer schnell mit den örtlichen Gesetzen und Regularien vertraut machen und eine nachhaltige Strategie entwickeln.

Was kann im Einzelfall anders sein?

Firmen, die etwa eine Niederlassung in den USA eröffnen wollen, werden bei amerikanischen Banken nicht sofort ein Konto oder einen Kreditrahmen erhalten. Die Fülle an Informationen und Unterlagen, die vorzulegen sind, kann gewaltig sein.

Die HypoVereinsbank als Hausbank dagegen kennt den Unternehmer und setzt auf weiterführenden Dialog. Was benötigt der Unternehmer heute und in der Zukunft in den USA, was grenzüberschreitend? In New York wird der Unternehmer an die lokalen Gepflogenheiten des Zahlungsverkehrs herangeführt und kann ein lokales Konto bei der UniCredit New York eröffnen. Auch Kreditkarten für Firmenzwecke und eine Kreditlinie für den täglichen Bedarf, beispielsweise für einen Stand-by Letter of Credit (die US-Variante der Bürgschaft/Garantie) sind kurzfristig realisierbar.

„One of the key challenges for any business establishing a presence overseas is the need to adapt to the demands of a new market.“(The New York Times, 03.08.2016)

Giovanni Ronca,
Head of Corporate and Investment Banking Americas, UniCredit New York

Lösungen für alle Phasen der Internationalisierung

Schließlich verfügt die HypoVereinsbank als Teil der UniCredit über eine langjährige Expertise im US-Markt. Ein Grund, warum auch der FC Bayern München die Bank als einen wichtigen Partner bei seiner Expansion nach Amerika sieht.

Dazu kommen Finanzlösungen, die auf mittelständische Unternehmen wie zum Beispiel den FC Bayern München zugeschnitten werden, um in allen Phasen der Internationalisierung zu unterstützen. So hilft das „Americas DCM“-Team Unternehmen bei der Partnersuche auf dem in den USA speziellen Finanzmarkt für Fremdkapital (Debt Capital Markets).

„It is vital for FC Bayern Munich to remain competitive not only in the local and wider domestic markets but also on the international stage.“(The New York Times, 03.08.2016)

Karl-Heinz Rummenigge,
Vorstandsvorsitzender, FC Bayern München AG

Ein anderer Grund: Marktanalysen zeigen, dass die USA ein exzellenter Zielmarkt für einen Weltklasse-Fußballclub wie den FC Bayern sind. Was sich auch an der Zahl der Fan-Clubs dort ablesen lässt: Sie stieg in wenigen Jahren auf mehr als 100.

„Die HVB bietet uns tiefgehendes Fachwissen. Deshalb kommt ihr hier eine Schlüsselrolle zu“, so Bayern-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge.

Merkliste

Produktlösungen in den USA

Die HypoVereinsbank als Teil der UniCredit bietet deutschen Unternehmen in den USA umfassende Unterstützung.

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