Jetzt in Wachstum investieren
Daniel Ingold / Image Source / Offset

Jetzt in Wachstum investieren

Unternehmensfinanzierung

Die Aufnahme von Fremdkapital ist für Unternehmen so leicht und günstig wie nie. Unternehmen, die größere Investitionen planen, sollten dies nutzen. Denn die Anzeichen für eine Trendwende am Kreditmarkt mehren sich.

Die meisten mittelständischen Unternehmen in Deutschland könnten derzeit wirtschaftlich Bäume ausreißen. Die Frühjahrsanalyse 2017 der Creditreform spricht von „bester Stimmung“ der Mittelständler. Die weiterhin „genügend Zugkraft“ bietende Binnenkonjunktur und anhaltend „günstige Finanzierungsbedingungen“ sieht Creditrefom als Hauptgründe für den Optimismus.

„Die Finanzierungssituation befindet sich auf einem Allzeithoch“, konstatiert auch die KfW Bankengruppe in ihrer Unternehmensbefragung 2016. Und für das laufende Jahr prognostizieren Wirtschaftsforscher übereinstimmend ähnlich gute Bedingungen. Nie war die Gelegenheit zu investieren so gut wie jetzt.

Infografik

Deutscher Mittelstand blickt optimistisch in die Zukunft

Der Mittelstand beurteilt seine Geschäftserwartungen und das Geschäftsklima weiterhin positiv. Der Creditreform Geschäftsklimaindex legte im Frühjahr 2017 im Vergleich zu den bereits hohen Vorjahreswerten nochmals leicht zu.

Quelle: Creditreform Wirtschaftsforschung: Wirtschaftslage und Finanzierung im Mittelstand, Frühjahr 2017

Fremdmittel flossen für Mittelständler nicht immer im Überfluss

Kredit gibt es derzeit reichlich, aber das war nicht immer so. Kredit war auch schon einmal teuer, ziemlich knapp oder sogar überhaupt nicht erhältlich. Gerade mal zehn Jahre ist es her, dass die Eigenkapitalvorschriften des Basel-II-Abkommens in Kraft traten. Banken müssen seitdem höhere Risiken mit mehr Eigenkapital unterlegen, was die Kredite für Unternehmen verteuerte. Besonders hart traf es Unternehmen mit schlechter Bonität. „Manches Unternehmen hatte es damals schwer, günstige Kredite zu bekommen“, erinnert sich Peter Herreiner, Leiter Unternehmer Bank Bayern Süd der HypoVereinsbank. Die Finanzkrise, die in dem Zusammenbruch der amerikanischen Investmentbank Lehman Brothers im Herbst 2008 gipfelte, ließ den Kapitalmarkt und die Kreditvergabe zeitweise fast einfrieren. „Die Situation war dramatisch – für die Unternehmen ebenso wie für die Banken“, sagt Herreiner, der seit mehr als zwanzig Jahren mittelständische Kunden berät.

Ihre Fragen an uns.

Sagen Sie uns, wie wir Ihnen helfen können.

Entscheidend ist das Ertragsmodell der Zukunft

Heute ist vom Lehman-Schock nicht mehr viel zu spüren. Die Lage am Kredit- und Kapitalmarkt hat sich vollständig entspannt, Geld für Investitionen ist so günstig wie nie zuvor. „Seit Ende 2011 hat sich der durchschnittliche Zinssatz für Bankkredite an Unternehmen in etwa halbiert“, sagt Kornelius Purps, Fixed Income Stratege bei der HypoVereinsbank.

Nuancen im derzeit positiven Gesamtbild ergeben sich allenfalls noch im Detail. So beurteilen kleine Unternehmen die Kreditverfügbarkeit negativer als große. Der Groß- und Außenhandel sowie das verarbeitende Gewerbe äußern sich am positivsten, der Bau- und der Dienstleistungssektor sind deutlich weniger zufrieden. Zudem berichten junge Unternehmen häufiger als ältere von Erschwernissen bei der Kreditaufnahme. Vor allem die Zyklizität des Geschäftsmodells mag sich für das eine oder andere Unternehmen auf den ersten Blick nachteilig auswirken.

„Eine Finanzierungsstruktur sollte für den Kunden passen und gleichzeitig ausreichend Freiräume bieten. Hier kommt es vor allem auf die Analyse des Cashflow-Profils der nächsten Jahre an.“

Peter Herreiner,
Leiter Unternehmer Bank Bayern Süd der HypoVereinsbank

Für Peter Herreiner ist dabei eines besonders wichtig. „Eine Finanzierungsstruktur sollte für den Kunden passen und gleichzeitig ausreichend Freiräume bieten. Hier kommt es vor allem auf die Analyse des Cashflow-Profils der nächsten Jahre an.“ Entscheidend sei, dass die strategischen und operativen Rahmendaten und Prioritäten bestmöglich in der Finanzierung reflektiert sind. „Eine gute Finanzierungsstruktur ist ohne Wenn und Aber absolut unternehmensspezifisch.“

Der Kredit bleibt die Standardlösung für Mittelständler

Zur Finanzierung ihrer Investitionen bevorzugen die meisten Unternehmer weiterhin den klassischen Kredit. Die Studie „Finanzierung im Mittelstand 2016“ der Unternehmensberatungen Ebner Stolz Management Consultants und Wolff & Häcker Finanzconsulting ergab, dass 73 Prozent der befragten Firmen Bank- oder Förderdarlehen einsetzen. Das Gesellschafterdarlehen folgt mit 64 Prozent auf Position zwei. Am unteren Ende der Skala rangieren mit 11 Prozent Genussrechte und Anleihen, die bisher nur ein Prozent nutzen.

Die traditionelle Skepsis der Mittelständler gegenüber dem Kapitalmarkt hat also weiterhin Bestand. Peter Herreiner rät Unternehmern dennoch, sich auch neuen Finanzierungsformen zu öffnen: „Der Kredit ist grundsätzlich ein sehr gutes Finanzierungsinstrument, allerdings sollten vor allem größere Mittelständler darüber nachdenken, die Kapitalquellen zu diversifizieren. Alternative Finanzierungsinstrumente wie Schuldscheine oder Anleihen bieten oft attraktive Konditionen und Laufzeiten.“

Infografik

Bereitschaft zu Investitionen stagniert

Trotz des guten Umfelds ist die Bereitschaft der Mittelständler zu investieren zuletzt leicht gesunken. Wie die Frühjahrsumfrage 2017 von Creditreform zeigt, weisen die Dienstleister im Branchenvergleich die höchste Investitionsbreitschaft auf. Die Grafik zeigt Ihnen, wie viel Prozent der Unternehmen in den verschiedenen Branchen Investitionen planen.

Quelle: Creditreform Wirtschaftsforschung: Wirtschaftslage und Finanzierung im Mittelstand, Frühjahr 2017

Niedrige Schuldenquote und Zurückhaltung trotz bester Finanzierungsbedingungen

Eine große Zahl an Unternehmen kann es sich derzeit sogar leisten, ganz ohne fremdes Geld auszukommen. Schließlich haben viele Mittelständler mittlerweile, dank guter Konjunktur, üppige Kapitalpolster aufgebaut. Nach Angaben der Deutschen Bundesbank verfügten die kleinen und mittleren Unternehmen 2014 über eine Eigenkapitalquote von im Schnitt 26,6 Prozent – im Vergleich zu 2007 ein Plus von 12,4 Prozentpunkten. Die Folge: Wer es sich leisten kann, finanziert Investitionen aus Eigenmitteln.

„Hohes Eigenkapital ist sicherlich etwas, worauf der Unternehmer stolz sein kann, weil es sein Bekenntnis zum Unternehmen und historische Ertragskraft dokumentiert“, kommentiert Peter Herreiner.

Unter dem Strich halten sich daher mittelständische Unternehmen derzeit auch bei der Nutzung von Krediten stark zurück. In ihrem jüngsten Kreditmarktausblick vom April 2017 konstatiert die KfW: „Bereits in den vergangenen zwei Jahren hat die Entwicklung der Unternehmensinvestitionen enttäuscht. Trotz guter wirtschaftlicher Lage nahmen die Unternehmer nur wenig Geld in die Hand, um die Betriebe fit für die Zukunft zu machen.“ 

Allerdings dürfe die Fixierung auf eine geringe Schuldenquote nicht so weit gehen, dass ein Unternehmer dafür auf Chancen verzichte: „Wer stark wachsen will, kommt um Fremdkapital in der Regel nicht herum. Im aktuellen Niedrigzinsumfeld können sich Unternehmen sehr zinsgünstig auch große Kreditvolumina sichern und diese für Zukäufe nutzen, die gegenüber dem Wettbewerb vielleicht einen entscheidenden Sprung ermöglichen.“

„Unternehmen können sich momentan zinsgünstig große Kreditvolumina sichern und für Zukäufe nutzen, die gegenüber dem Wettbewerb vielleicht einen entscheidenden Sprung ermöglichen.“

Peter Herreiner,
Leiter Unternehmer Bank Bayern Süd der HypoVereinsbank

Neben Wachstum durch Zukäufe sieht Herreiner auch Investitionen in Innovationen und Digitalisierung als entscheidenden Faktor: „Wer rechtzeitig in digitale Prozesse investiert, sichert damit seine Zukunftsfähigkeit und Erträge von morgen. Wer hier zu lange zögert, gefährdet seine Wettbewerbsfähigkeit.“ Denn fest steht auch: Das gute Investitionsklima wird nicht endlos währen. Tatsächlich mehren sich die Anzeichen für ein baldiges Ansteigen der Kreditzinsen. In den USA hat die Notenbank Federal Reserve die Wende mit zwei Zinsschritten im Dezember 2016 und in diesem März bereits vollzogen. „Wir gehen für den Zeitraum bis Ende 2018 von weiteren insgesamt fünf Zinsanhebungen um jeweils 25 Basispunkte aus“, prognostiziert Kornelius Purps. Und auch die Europäische Zentralbank hat dieses Jahr bereits angekündigt, sie denke ab Herbst über einen Rückbau ihrer ultraleichten Geldpolitik nach.

Gleichzeitig steigt in Europa die Hoffnung auf eine stabile Konjunkturentwicklung bei wieder normalisierten Inflations- und Zinsniveaus, wie man sie vor der Finanzkrise kannte. So haben sich etwa die Kapitalmarktzinsen, ablesbar an den Renditen der langlaufenden Staatsanleihen in Europa, mittlerweile deutlich von ihren Tiefs im Spätsommer 2016 entfernt. Noch sei der Kreditmarkt derzeit ein Käufermarkt, die Kreditkonditionen so attraktiv wie kaum jemals zuvor, erläutert Herreiner. Er empfiehlt deshalb: „Jedes Unternehmen, das sich noch nicht langfristig finanziert hat, sollte dies jetzt angehen.“

Telefon

Persönliche Beratung.
Unsere Berater sind für Sie da.


Alle Berater anzeigen
Ihre Fragen an uns.

Sagen Sie uns, wie wir Ihnen helfen können.

Was kommt 2017 auf Unternehmer zu?
Interview
Was kommt 2017 auf Unternehmer zu?
Anlage-Rechner
Regelmäßige Einzahlung
Dynamische Steigerung der Einzahlung
Anlagedauer
Wertsteigerung
Provision für den Kauf
Einmalige Einzahlung
Ihr angespartes Guthaben:
500.000,00 €
Möchten Sie mit Ihrem HVB Kundenberater sprechen?
Auszahlplan-Rechner
Ihr angespartes Guthaben
Auszahlung oder Kapitalverbrauch
Einzahlungsdatum
Auszahlungszeitraum
Von
bis
Wertentwicklung
Ihr monatlicher Auszahlungsbetrag:
100.200,00 €
Der Auszahlungszeitraum kann nicht vor dem Einzahlungsdatum beginnen.
Der Auszahlungszeitraum kann nicht in der Vergangenheit beginnen.
Möchten Sie mit Ihrem HVB Kundenberater sprechen?
Hinweis zu der unverbindlichen Beispielrechnung:
Die Berechnungen beruhen auf den von Ihnen unterstellten Annahmen. Diese Annahmen, insbesondere die Wertentwicklung, können in der Praxis anders aussehen. Daher kann sich das tatsächlich erzielte Ergebnis einer Anlage mehr oder weniger deutlich von dem hier angezeigten Berechnungsergebnis unterscheiden; es kann höher, aber auch niedriger ausfallen. Eine Übertragung der bisherigen Wertentwicklung eines Investments (z.B. eines Fonds, einer Sparanlage) in die Zukunft ist nicht möglich. Die tatsächliche Wertentwicklung hängt insbesondere von der zukünftigen Entwicklung am Geld- und Kapitalmarkt ab und kann somit niedriger als auch höher ausfallen. Das Rechenergebnis ist zudem nicht repräsentativ für etwaige Anlagen in Investmentfonds, da der Wert von Anteilen Schwankungen unterliegen kann und die Wertentwicklung von Fonds in der Vergangenheit keinen geeigneten Indikator bzw. keine Garantie für die Zukunft darstellt. Auch eine negative Wertentwicklung einer Anlage ist möglich. Zudem finden steuerlichen Aspekte (z.B. ob ein Freistellungsauftrag vorhanden ist oder die Höhe der Kapitalertragssteuer, ausländische Quellensteuern etc.) in der Beispielrechnung keine Berücksichtigung. Ein Rechenirrtum bleibt vorbehalten. Die Berechnung stellt keine Anlageberatung dar und liefert nur einen ersten, unverbindlichen Überblick ohne Gewähr und ist somit keine konkrete Produktinformation oder Produktempfehlung.
Sparziel-Rechner
Wählen Sie Ihr Sparziel aus.
Immobilie
Fahrzeug
Ausbildung
Sparziel
Ihr angestrebtes Sparziel
Regelmäßige Einzahlungen
Dynamische Steigerung der Einzahlung
Wertentwicklung
Provision für Kauf
Einmalige Einzahlung
Bei einer Einzahlung von erreichen Sie Ihr Sparziel im
November 2021
Die Dauer des Sparzeitraums ist geringer als ein Jahr.
Der Auszahlungszeitpunkt konnte über einen Simulationszeitraum von 100 Jahren nicht erreicht werden.
Der Auszahlungszeitpunkt konnte über einen Simulationszeitraum von 1.000 Jahren nicht erreicht werden.
Möchten Sie mit Ihrem HVB Kundenberater sprechen?
Hinweis zu der unverbindlichen Beispielrechnung:
Die Berechnungen beruhen auf den von Ihnen unterstellten Annahmen. Diese Annahmen, insbesondere die Wertentwicklung, können in der Praxis anders aussehen. Daher kann sich das tatsächlich erzielte Ergebnis einer Anlage mehr oder weniger deutlich von dem hier angezeigten Berechnungsergebnis unterscheiden; es kann höher, aber auch niedriger ausfallen. Eine Übertragung der bisherigen Wertentwicklung eines Investments (z.B. eines Fonds, einer Sparanlage) in die Zukunft ist nicht möglich. Die tatsächliche Wertentwicklung hängt insbesondere von der zukünftigen Entwicklung am Geld- und Kapitalmarkt ab und kann somit niedriger als auch höher ausfallen. Das Rechenergebnis ist zudem nicht repräsentativ für etwaige Anlagen in Investmentfonds, da der Wert von Anteilen Schwankungen unterliegen kann und die Wertentwicklung von Fonds in der Vergangenheit keinen geeigneten Indikator bzw. keine Garantie für die Zukunft darstellt. Auch eine negative Wertentwicklung einer Anlage ist möglich. Zudem finden steuerlichen Aspekte (z.B. ob ein Freistellungsauftrag vorhanden ist oder die Höhe der Kapitalertragssteuer, ausländische Quellensteuern etc.) in der Beispielrechnung keine Berücksichtigung. Ein Rechenirrtum bleibt vorbehalten. Die Berechnung stellt keine Anlageberatung dar und liefert nur einen ersten, unverbindlichen Überblick ohne Gewähr und ist somit keine konkrete Produktinformation oder Produktempfehlung.
Auszahlplan-Rechner
Ihr vorhandenes Guthaben
Auszahlung oder Kapitalverbrauch
Auszahlungszeitraum
Von
bis
Wertentwicklung
Ihr monatlicher Auszahlungsbetrag:
150.000,00 €
Der Auszahlungszeitraum kann nicht in der Vergangenheit beginnen.
Möchten Sie mit Ihrem HVB Kundenberater sprechen?
Hinweis zu der unverbindlichen Beispielrechnung:
Die Berechnungen beruhen auf den von Ihnen unterstellten Annahmen. Diese Annahmen, insbesondere die Wertentwicklung, können in der Praxis anders aussehen. Daher kann sich das tatsächlich erzielte Ergebnis einer Anlage mehr oder weniger deutlich von dem hier angezeigten Berechnungsergebnis unterscheiden; es kann höher, aber auch niedriger ausfallen. Eine Übertragung der bisherigen Wertentwicklung eines Investments (z.B. eines Fonds, einer Sparanlage) in die Zukunft ist nicht möglich. Die tatsächliche Wertentwicklung hängt insbesondere von der zukünftigen Entwicklung am Geld- und Kapitalmarkt ab und kann somit niedriger als auch höher ausfallen. Das Rechenergebnis ist zudem nicht repräsentativ für etwaige Anlagen in Investmentfonds, da der Wert von Anteilen Schwankungen unterliegen kann und die Wertentwicklung von Fonds in der Vergangenheit keinen geeigneten Indikator bzw. keine Garantie für die Zukunft darstellt. Auch eine negative Wertentwicklung einer Anlage ist möglich. Zudem finden steuerlichen Aspekte (z.B. ob ein Freistellungsauftrag vorhanden ist oder die Höhe der Kapitalertragssteuer, ausländische Quellensteuern etc.) in der Beispielrechnung keine Berücksichtigung. Ein Rechenirrtum bleibt vorbehalten. Die Berechnung stellt keine Anlageberatung dar und liefert nur einen ersten, unverbindlichen Überblick ohne Gewähr und ist somit keine konkrete Produktinformation oder Produktempfehlung.