8 Risiken für Unternehmen, die Sie kennen sollten
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8 Risiken für Unternehmen, die Sie kennen sollten

Absicherung

Von Erdbeben über steigende Rohstoffpreise bis zum Cyberangriff: Unternehmen müssen ständig mit den verschiedensten Bedrohungen rechnen und sollten den Fall der Fälle schon bei der Finanzierung mitdenken.

Die Allianz, Versicherungspartner der HypoVereinsbank, veröffentlichte im Januar ihr jährliches Risk Barometer. In dieser Aufstellung der wichtigsten globalen Geschäftsrisiken zeigt und bewertet der Versicherer die Ergebnisse einer Umfrage unter 2.000 Risikoexperten aus 80 Ländern. Die neueste Auflage des Risk Barometers zeigt, dass bei vielen Unternehmern zunehmend jene Risiken Sorgenfalten hervorrufen, die im Zusammenhang mit der zunehmenden Digitalisierung der Weltwirtschaft stehen.

„Die größten Risiken für Unternehmen sind Betriebsunterbrechungen und Cybervorfälle“, sagt Andreas Berger, Vorstandsmitglied der Allianz Global Corporate & Specialty. „Sie richten sich gegen das Rückgrat der vernetzten Wirtschaft und können den Erfolg oder gar die Existenz von Unternehmen jeder Größe und Branche gefährden.“

Die größten Risiken für Unternehmen sind Betriebsunterbrechungen und Cybervorfälle.“

Andreas Berger Vorstandsmitglied der Allianz Global Corporate & Specialty

Welches aber sind die Risiken, die im Hinblick auf die sichere und nachhaltige Finanzierung von Unternehmen die größte Bedeutung haben? Für die Unternehmer Bank der HVB und ihre Kunden ist dies eine keineswegs zu vernachlässigende Frage, kann die richtige Antwort doch entscheidend für Erfolg oder Misserfolg sein – erst recht in einer Ära der Weltwirtschaft, die von bis dato unerreichter Dynamik geprägt ist. Banken liefert das Risk Barometer der Allianz eine gute Grundlage, um die relevantesten Geschäftsrisiken für Unternehmen aus Perspektive der Finanzwirtschaft herauszuarbeiten.

1. Betriebsunterbrechung

Zufriedene Mitarbeiter, günstige Rohstoffpreise, ein volles Auftragsbuch. Die Bedingungen könnten nicht besser sein. Doch mit einem Mal bleiben die Fließbänder stehen, die Produktion kommt zum Erliegen. Bis der Betrieb wieder läuft, verliert das Unternehmen mit jeder Sekunde Geld – obwohl die Bedingungen am Markt ideal sind. Betriebsausfälle können verschiedenste Gründe haben: Naturgefahren, Feuer und Explosionen, Cyberattacken oder auch Streiks. Die Folgen jedoch sind stets dramatisch – und meist treffen Betriebsstörungen dann ein, wenn man sie am wenigsten erwartet. Nicht immer muss das eigene Unternehmen betroffen sein, oft fallen auch Lieferanten aus, sodass Bauteile nicht mehr zur Verfügung stehen. Umso wichtiger ist es, sich zu wappnen und schon bei der Finanzierung den Notfall mitzudenken.

2. IT-Sicherheitslücken

Eine Internet-Firma im Ausnahmezustand: Ende 2016 wird bekannt, dass Hacker bei einem Cyberangriff auf Yahoo die Datensätze von 500 Millionen Nutzern erbeutet haben. Brisant: Erst drei Jahre zuvor war das Unternehmen von einem ähnlichen Angriff heimgesucht worden. Dabei waren sage und schreibe alle drei Milliarden Nutzerkonten in Mitleidenschaft gezogen worden. Das Beispiel zeigt: Lücken in der IT-Sicherheit sind ein enormes Risiko, speichern doch immer mehr Unternehmen einen Großteil ihrer Daten digital. Zudem verschärft die seit Mai 2018 europaweit gültige Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) die Anforderungen an IT-Sicherheit und Datenschutz für Unternehmen jeder Größe. Das Risiko von Hackerangriffen, aber auch von internen IT-Pannen oder technischen Fehlern sollte bei der Unternehmensfinanzierung stets besondere Beachtung finden.

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Patrick Mützel München

3. Marktpreisentwicklung

Jede Hausfrau – oder jeder Hausmann – weiß, welche Löcher stark steigende Preise für Lebensmittel, Benzin oder Mieten in die Familienkasse reißen können. Ähnlich verhält es sich mit Preisentwicklungen am Markt. Bereits kleine Veränderungen können vor allem für stark rohstoffbasierte Industrien fatale Folgen haben. Wer derartige Szenarien bei der Kalkulation seines Finanzbedarfs ignoriert, sollte auf der Hut sein: Produktionsprozesse können verlangsamt werden oder sogar zum Erliegen kommen – und damit Umsatzeinbußen verursachen, schlimmstenfalls die unternehmerische Existenz bedrohen. Nicht umsonst weist der neueste Bericht der Euler Hermes Deutschland zum Thema Zahlungsunfähigkeit von Unternehmen einen rapiden Anstieg der Großinsolvenzen aus.

4. Zinsrisiken

Eine Politik des billigen Geldes, wie die EZB sie derzeit praktiziert, bietet Anreize für Investitionen. Zunächst schafft das Chancen für kleine und mittlere Unternehmen. Potenzielle Gläubiger sind in Zeiten der Nullzinspolitik spendabel. Was auf den ersten Blick wie ein wirtschaftliches Schlaraffenland aussieht, birgt aber auch enorme Gefahren. Denn für immer hält dieser Zustand nicht an. Investitionen verlieren an Effizienz und es kommt sogar zu Fehlentscheidungen. In Kombination mit Blasenbildungen – beispielsweise im Immobilienmarkt – kann sich das Blatt schnell wenden und bis dato billiges Geld enorm teuer werden.

5. Technologischer Wandel

Als Apple 2007 weltweit das iPhone einführte, hielt der bisherige Mobilfunk-Marktführer Nokia nicht viel von Steve Jobs’ futuristischem Smartphone. Ein folgenschwerer Fehler: Der finnische Handyhersteller sägte sich binnen weniger Jahre als ernsthafter Mitbewerber selbst ab. 2011 wurde Nokia schließlich an der Marktspitze von Samsung abgelöst. Der technologische Wandel stellt Unternehmen aller Branchen vor erhebliche finanzielle Herausforderungen. An ihm vorbei kommt man aber nicht – man denke nur an Megathemen wie Industrie 4.0, Künstliche Intelligenz oder Autonome Mobilität.

Infografik

Langfristige Risiken

Welche Risiken bringt die Zukunft? Im Detail kann diese strategisch bedeutende Frage natürlich niemand beantworten, aber eine grundlegende Vorstellung haben die Strategie-Experten in den meisten Unternehmen schon.

Unsere Infografik zeigt die wichtigsten Risiken, mit deren Eintreten Unternehmen auf lange Sicht rechnen, also über einen Zeithorizont von zehn Jahren hinausgehend.

6. Wettbewerbssituation & Disruption

Haben Sie noch CDs zu Hause? Oder hören Sie Musik längst über digitale Flatrate-Dienstleister wie iTunes oder Spotify? Wie auch immer: Das Aussterben der CD ist ein eindrückliches Beispiel technologischer Disruption. Disruptoren versuchen nicht etwa, sich innerhalb einer Branche Marktanteile zu sichern, etwa durch ein besseres Produkt als die Konkurrenz. Vielmehr nutzen Sie die Möglichkeiten der Digitalisierung, um mit ihrem Geschäftsmodell bestehende Industrien obsolet zu machen – oder zumindest den größten Teil der Wertschöpfung zu ihren Gunsten zu verschieben. Das Problem: Disruption kommt für etablierte Unternehmen meist aus dem toten Winkel.

7. Wirtschaftssanktionen & Protektionismus

Seit dem Amtsantritt Donald Trumps als US-Präsident am 20. Januar 2017 wächst die Unsicherheit auf den Weltmärkten. Über alle Grenzen hinweg fürchten ganze Branche ein Beben, dessen Folgen die globale Wirtschaft über Jahrzehnte in Mitleidenschaft ziehen könnte. Und Trump lässt seinen Ankündigungen Taten folgen, so hat er mittlerweile Strafzölle gegen Europa und China eingeführt. Zudem wächst der Protektionismus in der Welt, nationalistische Bewegungen erhalten auch in Europa immer mehr Zuspruch und beeinflussen damit die Wirtschaft. Diese Entwicklung macht es notwendig, auch lange etablierte Handelswege ernsthaft zu hinterfragen und regulatorische Veränderungen in den wichtigen Absatzmärkten genau zu beobachten.

8. Beeinträchtigung des Markenwertes

„Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht“ – diese alte Weisheit sollten sich auch Unternehmer zu Herzen nehmen. Wie wichtig der gute Ruf für eine Marke ist, musste in der Vergangenheit so mancher Betrieb auf die harte Tour lernen. Durch den Skandal um manipulierte Dieselmotoren hat die deutsche Autoindustrie tiefe Kratzer im Lack bekommen. Reputationskrisen können – nach Branchen unterschiedlich – durch mangelnde Produkt- oder Servicequalität, durch schlechte Arbeitsbedingungen, Datenschutzverletzungen, Korruption, Managementfehler, Umweltschäden und vieles mehr entstehen. Der Aufstieg der sozialen Medien und die Verunsicherung durch Fake News begünstigen Reputationskrisen. Jeder der zwei Milliarden Smartphone-User weltweit kann heutzutage Nachrichten erstellen oder weiterleiten, 69 Prozent aller Krisen verbreiten sich innerhalb eines Tages weltweit. Der öffentlichkeitswirksame Krisenfall kann einen Umsatzverlust, einen Wertverlust der Marke, kostspielige Gerichtsprozesse, regulatorische Maßnahmen, Aktienkursverluste oder die Abwanderung von Top-Mitarbeitern nach sich ziehen.

Die hier genannten Risiken für Unternehmen sind natürlich nur eine Auswahl. Gefahren wie Krieg, Terrorismus, Klimawandel und Naturkatastrophen sind jedoch nahezu unmöglich präventiv abzuwenden. Unternehmen werden immer externen Bedingungen ausgeliefert sein, auf die sie nicht oder nur bedingt Einfluss nehmen können. Damit werden auch immer Risiken verbunden sein. Umso wichtiger ist es, die ansatzweise planbaren Gefahren so gut wie möglich vorauszudenken, Notfallpläne zu entwickeln und Versicherungsschutz im Rücken zu haben, um die Auswirkungen auf das eigene Unternehmen abfedern zu können.

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