Wie Sie Ihr Unternehmen im Notfall sichern
Nine OK / GettyImages

Wie Sie Ihr Unternehmen im Notfall sichern

NOTFALLPLAN

Fällt der Chef kurzfristig wegen Krankheit oder Unfall aus, ist die Existenz des Unternehmens bedroht. Ein Notfallplan kann daher nicht früh genug erstellt werden.

Rund 10 Fehltage hatte jeder Arbeitnehmer 2014 im Durchschnit [1]. Doch was ist, wenn nicht ein Mitarbeiter ausfällt, sondern der Chef selbst? Kurzfristig – aber vielleicht für länger?

Handlungsunfähigkeit kann sich auf mehreren Ebenen ereignen: Unfall, eine akute Erkrankung, Burnout oder sogar plötzlicher Tod. Selbst wenn es nicht der schlimmste Fall ist: Ein gebrochenes Bein, ein Bandscheibenvorfall oder, immer stärker, psychische Erkrankungen [2] können ein Unternehmen – und damit auch die Mitarbeiter – führungslos machen und damit in seiner Existenz bedrohen, wenn der Inhaber für diesen Fall nicht vorgesorgt hat. Aufträge können verloren gehen, Kunden abspringen, schlimmstenfalls droht sogar die Insolvenz.

Wer im Krankenbett liegt und erst in dieser Ausnahmesituation über Stellvertreter und Notfallplanung nachdenkt, wird wahrscheinlich Probleme bekommen.

Persönliche Beratung.

Ihr Berater vor Ort.

Berater finden Alle Berater anzeigen

Vertretungsregelung für Schlüsselpositionen

Jugend schützt dabei vor Berufsunfähigkeit nicht. Die unter 40-Jährigen sind körperlich fitter als Menschen älter als 50, die drei Mal so oft aufgrund von Herz-Kreislauf-Erkrankungen ausfallen. Bei psychischen Erkrankungen und Nervenerkrankungen sieht das jedoch anders aus. Bei den Jüngeren sind diese Erkrankungen in 35 Prozent der Fälle ursächlich für eine Berufsunfähigkeit – bei den Älteren nur bei 25 Prozent[2].

Was jeder Unternehmer – unabhängig vom Alter – in seinem Notfallplan daher unbedingt haben sollte, ist eine Vertretungsregelung. Darin sind Vertreter für alle Schlüsselpositionen im Unternehmen definiert, die über die notwendige Fachkompetenz verfügen, um die Geschäftsführung zu übernehmen. Wichtig: Diese Personen müssen dann auch die Vollmachten dafür haben, den Inhaber rechtlich zu vertreten. Dazu gehören zum Beispiel Bankvollmacht (über den Tod hinaus), Handlungsvollmacht, Generalvollmacht oder Betreuungsverfügung.

Den Geschäftsbetrieb sichern

Der Geschäftsbetrieb muss aber auch dann weiterlaufen, wenn der Chef aktuell nicht oder nur eingeschränkt handlungsfähig ist. Dazu brauchen Vertreter die Möglichkeit, Einblick zu nehmen in Auftragsbestand und Außenstände, Absprachen mit Kunden und Lieferanten und sie müssen eine Übersicht über die wichtigsten Geschäftspartner haben. Auch sollte geregelt sein, wo wichtige Passwörter, Verträge, Adressen und Kontakte hinterlegt sind, damit sie ein potenzieller Stellvertreter beziehungsweise Nachfolger auch finden und verwenden kann.

Das gleiche gilt für wichtige Unterlagen: Handelsregister- und Grundbuchauszüge, Jahresabschlüsse und Mietverträge, Bankverbindungen und Versicherungen sowie eine Übersicht über wichtige externe Berater (Steuerberater, Rechtsanwalt, Notar), sollten sicher verwahrt, aber im Notfall verfügbar sein, wenn auch vielleicht erst einmal nur in Kopie.

Testament nicht älter als drei bis fünf Jahre

Ein Thema, das viele gern aufschieben, ist das Testament. Doch zu den grundlegenden Vorkehrungen gehört, eines anzufertigen. „Wer als Unternehmer über ein Testament nachdenkt, muss immer verschiedene Fälle im Blick haben“, sagt Professor Dr. Peter Lüdemann, Rechtsanwalt/Steuerberater und Vorstand der ETL AG Steuerberatungsgesellschaft. Dazu gehört der Blick auf den Unternehmer als Unternehmer, aber auch auf den Privatmenschen.

Dabei sollte das Testament aktuell sein, nicht älter als drei bis fünf Jahre. „Viele haben keines. Und wenn sie eins haben, dann das falsche“, weiß Lüdemann aus Erfahrung.

Der Rechtsanwalt und Steuerberater verweist darauf, dass der letzte Wille stets verschiedene Szenarien berücksichtigen muss. Lüdemann: „Was ist zum Beispiel, wenn ich in meinem Notfallplan Familienangehörige als meine Nachfolger bestimme und diese Personen alle bei einem Flugzeugabsturz ums Leben kommen?“

So sollte man bei seinem Testament stets einen spezialisierten Rechtsanwalt zu Rate ziehen. Dabei reicht es auch nicht, das Testament über einen Notar anzufertigen, auch wenn das zu empfehlen ist. Lüdemann: „Der Notar achtet darauf, dass das Dokument inhaltlich und formell korrekt ist. Der Rechtsanwalt berät als Experte.“

Zum Testament gehöre auch, einen Testamentsvollstecker in der Satzung des Unternehmens zu bestimmen. Dieser sollte eine Warteposition innehaben oder im Falle eines Falles zum Geschäftsführer bestellt werden, um bei einem unvorhergesehenen Engpass die Handlungsfähigkeit des Unternehmens aufrechterhalten zu können.

„Wer als Unternehmer über ein Testament nachdenkt, muss immer verschiedene Fälle im Blick haben.“

Professor Dr. Peter Lüdemann,
Rechtsanwalt/Steuerberater und Vorstand der ETL AG Steuerberatungsgesellschaft

Darüber hinaus können im Testament auch rechtliche und wirtschaftliche Fragen geregelt werden. Was ist mit den Kosten des Erbfalls? Ist die Erbschaftsteuer eingeplant? Können Pflichtteile außerhalb des Unternehmensvermögens geregelt werden?

Den Unternehmer als Mensch absichern

Schließlich sollte der Unternehmer auch für den Fall Vorsorge treffen, dass er aus gesundheitlichen Gründen nie mehr die Firma leiten kann. (Risiko-)Lebensversicherung, Berufsunfähigkeits­versicherung und Unfallversicherung decken den privaten Bereich des Unternehmers ab. Für den Unternehmensaspekt gilt: „Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung sind dabei ein Muss“, so Lüdemann.

  • Mit einer Vorsorgevollmacht bevollmächtigt man nach deutschem Recht eine andere Person, im Falle einer Notsituation alle oder bestimmte Aufgaben für den Vollmachtgeber zu erledigen. Dies setzt ein uneingeschränktes persönliches Vertrauen zum Bevollmächtigten voraus und sollte nicht leichtfertig erteilt werden.
  • Eine Patientenverfügung legt fest, welche medizinischen Maßnahmen vorgenommen werden sollen und welche nicht – für den Fall, dass man seinen Willen nicht mehr erklären kann. Die Verfügung steht zumeist im Zusammenhang mit der Verweigerung lebensverlängernder Maßnahmen.

Weitere Informationen
Checkliste: Notfallplan

Quellen:
 1. http://www.destatis.de/  
2. http://www.morgenundmorgen.com

Telefon

Persönliche Beratung.
Unsere Berater sind für Sie da.


Alle Berater anzeigen
Ihre Fragen an uns.

Sagen Sie uns, wie wir Ihnen helfen können.

Silke Reuß-Hennschen
Silke Reuß-Hennschen Hamburg
Michael Orschler
Michael Orschler Frankfurt am Main
Gegenseitiger Respekt ist die Basis
Übergeber
Gegenseitiger Respekt ist die Basis
Anlage-Rechner
Regelmäßige Einzahlung
Dynamische Steigerung der Einzahlung
Anlagedauer
Wertsteigerung
Provision für den Kauf
Einmalige Einzahlung
Ihr angespartes Guthaben:
500.000,00 €
Möchten Sie mit Ihrem HVB Kundenberater sprechen?
Auszahlplan-Rechner
Ihr angespartes Guthaben
Auszahlung oder Kapitalverbrauch
Einzahlungsdatum
Auszahlungszeitraum
Von
bis
Wertentwicklung
Ihr monatlicher Auszahlungsbetrag:
100.200,00 €
Der Auszahlungszeitraum kann nicht vor dem Einzahlungsdatum beginnen.
Der Auszahlungszeitraum kann nicht in der Vergangenheit beginnen.
Möchten Sie mit Ihrem HVB Kundenberater sprechen?
Hinweis zu der unverbindlichen Beispielrechnung:
Die Berechnungen beruhen auf den von Ihnen unterstellten Annahmen. Diese Annahmen, insbesondere die Wertentwicklung, können in der Praxis anders aussehen. Daher kann sich das tatsächlich erzielte Ergebnis einer Anlage mehr oder weniger deutlich von dem hier angezeigten Berechnungsergebnis unterscheiden; es kann höher, aber auch niedriger ausfallen. Eine Übertragung der bisherigen Wertentwicklung eines Investments (z.B. eines Fonds, einer Sparanlage) in die Zukunft ist nicht möglich. Die tatsächliche Wertentwicklung hängt insbesondere von der zukünftigen Entwicklung am Geld- und Kapitalmarkt ab und kann somit niedriger als auch höher ausfallen. Das Rechenergebnis ist zudem nicht repräsentativ für etwaige Anlagen in Investmentfonds, da der Wert von Anteilen Schwankungen unterliegen kann und die Wertentwicklung von Fonds in der Vergangenheit keinen geeigneten Indikator bzw. keine Garantie für die Zukunft darstellt. Auch eine negative Wertentwicklung einer Anlage ist möglich. Zudem finden steuerlichen Aspekte (z.B. ob ein Freistellungsauftrag vorhanden ist oder die Höhe der Kapitalertragssteuer, ausländische Quellensteuern etc.) in der Beispielrechnung keine Berücksichtigung. Ein Rechenirrtum bleibt vorbehalten. Die Berechnung stellt keine Anlageberatung dar und liefert nur einen ersten, unverbindlichen Überblick ohne Gewähr und ist somit keine konkrete Produktinformation oder Produktempfehlung.
Sparziel-Rechner
Wählen Sie Ihr Sparziel aus.
Immobilie
Fahrzeug
Ausbildung
Sparziel
Ihr angestrebtes Sparziel
Regelmäßige Einzahlungen
Dynamische Steigerung der Einzahlung
Wertentwicklung
Provision für Kauf
Einmalige Einzahlung
Bei einer Einzahlung von erreichen Sie Ihr Sparziel im
November 2021
Die Dauer des Sparzeitraums ist geringer als ein Jahr.
Der Auszahlungszeitpunkt konnte über einen Simulationszeitraum von 100 Jahren nicht erreicht werden.
Der Auszahlungszeitpunkt konnte über einen Simulationszeitraum von 1.000 Jahren nicht erreicht werden.
Möchten Sie mit Ihrem HVB Kundenberater sprechen?
Hinweis zu der unverbindlichen Beispielrechnung:
Die Berechnungen beruhen auf den von Ihnen unterstellten Annahmen. Diese Annahmen, insbesondere die Wertentwicklung, können in der Praxis anders aussehen. Daher kann sich das tatsächlich erzielte Ergebnis einer Anlage mehr oder weniger deutlich von dem hier angezeigten Berechnungsergebnis unterscheiden; es kann höher, aber auch niedriger ausfallen. Eine Übertragung der bisherigen Wertentwicklung eines Investments (z.B. eines Fonds, einer Sparanlage) in die Zukunft ist nicht möglich. Die tatsächliche Wertentwicklung hängt insbesondere von der zukünftigen Entwicklung am Geld- und Kapitalmarkt ab und kann somit niedriger als auch höher ausfallen. Das Rechenergebnis ist zudem nicht repräsentativ für etwaige Anlagen in Investmentfonds, da der Wert von Anteilen Schwankungen unterliegen kann und die Wertentwicklung von Fonds in der Vergangenheit keinen geeigneten Indikator bzw. keine Garantie für die Zukunft darstellt. Auch eine negative Wertentwicklung einer Anlage ist möglich. Zudem finden steuerlichen Aspekte (z.B. ob ein Freistellungsauftrag vorhanden ist oder die Höhe der Kapitalertragssteuer, ausländische Quellensteuern etc.) in der Beispielrechnung keine Berücksichtigung. Ein Rechenirrtum bleibt vorbehalten. Die Berechnung stellt keine Anlageberatung dar und liefert nur einen ersten, unverbindlichen Überblick ohne Gewähr und ist somit keine konkrete Produktinformation oder Produktempfehlung.
Auszahlplan-Rechner
Ihr vorhandenes Guthaben
Auszahlung oder Kapitalverbrauch
Auszahlungszeitraum
Von
bis
Wertentwicklung
Ihr monatlicher Auszahlungsbetrag:
150.000,00 €
Der Auszahlungszeitraum kann nicht in der Vergangenheit beginnen.
Möchten Sie mit Ihrem HVB Kundenberater sprechen?
Hinweis zu der unverbindlichen Beispielrechnung:
Die Berechnungen beruhen auf den von Ihnen unterstellten Annahmen. Diese Annahmen, insbesondere die Wertentwicklung, können in der Praxis anders aussehen. Daher kann sich das tatsächlich erzielte Ergebnis einer Anlage mehr oder weniger deutlich von dem hier angezeigten Berechnungsergebnis unterscheiden; es kann höher, aber auch niedriger ausfallen. Eine Übertragung der bisherigen Wertentwicklung eines Investments (z.B. eines Fonds, einer Sparanlage) in die Zukunft ist nicht möglich. Die tatsächliche Wertentwicklung hängt insbesondere von der zukünftigen Entwicklung am Geld- und Kapitalmarkt ab und kann somit niedriger als auch höher ausfallen. Das Rechenergebnis ist zudem nicht repräsentativ für etwaige Anlagen in Investmentfonds, da der Wert von Anteilen Schwankungen unterliegen kann und die Wertentwicklung von Fonds in der Vergangenheit keinen geeigneten Indikator bzw. keine Garantie für die Zukunft darstellt. Auch eine negative Wertentwicklung einer Anlage ist möglich. Zudem finden steuerlichen Aspekte (z.B. ob ein Freistellungsauftrag vorhanden ist oder die Höhe der Kapitalertragssteuer, ausländische Quellensteuern etc.) in der Beispielrechnung keine Berücksichtigung. Ein Rechenirrtum bleibt vorbehalten. Die Berechnung stellt keine Anlageberatung dar und liefert nur einen ersten, unverbindlichen Überblick ohne Gewähr und ist somit keine konkrete Produktinformation oder Produktempfehlung.