Was Sie tun können, wenn das Nachfolgekonzept nicht aufgeht
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Was Sie tun können, wenn das Nachfolgekonzept nicht aufgeht

MEDIATION FÜR UNTERNEHMER

Der Junior kann andere Interessen und Fähigkeiten als der Senior haben, wenn er dessen Firma übernehmen will. Wichtig sind bei der Übergabe vor allem zwei Dinge.

Schwieriger Generationswechsel im Familienunternehmen: Der Vater hat vor mehr als 30 Jahren die Werkzeughersteller-Firma seines Vaters übernommen und will sie wiederum in ein paar Jahren familienintern seinem Sohn übertragen. Der Senior ist gelernter Schlosser und hat sein Leben lang für das Unternehmen geschuftet und geackert. Der Junior hat jedoch einen anderen Lebensentwurf. Der studierte Informationstechniker interessiert sich mehr für neue Medien und Softwareentwicklung.

Ein programmierter Konflikt?

Bei diesem fiktiven Beispiel scheint eine geplante Firmenübertragung nur sehr schwer möglich. „Die beiden unterschiedlichen Hintergründe von Vater und Sohn bedeuten aber keinesfalls, dass die Übergabe keine Chancen hat“, sagt Gründer- und Unternehmercoach Marion Lang. In erster Linie ist es ihrer Meinung nach entscheidend, ob die beiden sich gegenseitig anerkennen. „Sollte der Sohn die Vorstellungen des Vaters wertschätzen und umgekehrt der Vater den Sohn hinsichtlich seiner Lebensplanung verstehen, ist das eine Basis, auf der man über eine Übergabe sprechen kann“, ergänzt die Expertin.

Laut der Beraterin kommt es im Endeffekt nicht darauf an, ob die beiden die gleichen Qualifikationen und Interessen haben. Der Firmeninhaber sollte sich vielmehr fragen: In welche Position will ich meinen Nachfolger bringen? Muss er 1:1 das machen, was ich vorher gemacht habe? Oder kriegt er die Freiheit, mein Lebenswerk weiterzuentwickeln?

Eigene Vorstellungen verwirklichen

„Der Junior kann für den handwerklichen Teil beispielsweise einen Betriebsleiter einsetzen. So wird ein Schuh draus“, sagt Marion Lang. Nicht immer müssen Talente und Fähigkeiten stimmig sein zum Unternehmen. Wenn der Wunsch da ist, wird man auch einen Weg finden.

Ein Unternehmer muss heutzutage nicht Fachmann auf dem Gebiet sein, in dem die Firma tätig ist. Aufgabe des Chefs ist es vielmehr, das Unternehmen weiterzuentwickeln und den 360-Grad-Blickwinkel einzunehmen. Im Vordergrund steht dabei die Frage: Wie können wir gute Produkte für unsere Kunden entwickeln?

Als Schnittstelle zwischen Chef und Fachabteilungen dient das Management, das das operative Geschäft kontrolliert und steuert. „Wenn der Vater Facharbeiter war, dann muss es der Junior nicht sein. Er kann stattdessen strategische Kompetenzen haben“, so Marion Lang.

Verständnis für unterschiedliche Sichtweisen

Aus Erfahrung weiß sie, dass man häufig eine Brücke zwischen Übergeber und Übernehmer bauen muss, um eine Basis für das Verständnis für die unterschiedlichen Sichtweisen zu schaffen. „Nur weil der Sohn beispielsweise das Unternehmen moderner gestalten will und andere Vorstellungen hat, ist er kein schlechterer Unternehmer als sein Vater, der das Handwerk von der Pike auf gelernt hat“, so die Beraterin.

„Wir sind uns nicht immer bewusst, welche Werte in uns ticken.“

Marion Lang,
Gründer und Unternehmercoach, Marion Lang Coaching

Das Denken „Ohne Fleiß kein Preis“ stamme zudem aus der Nachkriegsgeneration. Die neue Übernehmer-Generation kenne diesen Glaubenssatz und diese Werthaltung nicht mehr. Dadurch komme es zu Missverständnissen, die zum Konflikt zwischen Vater und Zögling führen können.

Coach als Sparringspartner – für beide Seiten

Dass die nachrückende Generation oft keinen Zwölf-Stunden-Tag mehr in Kauf nehmen will, muss also noch nichts heißen. Laut Frau Lang sollte der Senior den Junior frühzeitig, also etwa fünf Jahre vor der geplanten Firmenübertragung mit in den Betrieb einbinden, um an einer gemeinsamen Übergabe zu arbeiten.

Beim Übergabeprozess ist es wichtig, sich begleiten zu lassen. Ein Berater sieht als Außenstehender mehr als die Unternehmer, die sich auf den Betrieb fokussieren. „Wir sind uns nicht immer bewusst, welche Werte in uns ticken. Oft sind wir als Teil des Problems nicht mehr lösungskompetent“, beschreibt Marion Lang die Perspektive der Beteiligten bei der Firmenübergabe. Ziel sei es, Verständnis für die unterschiedlichen Sichtweisen der Beteiligten zu schaffen. Der Coach dient dabei als Sparringspartner – für den Unternehmensinhaber und den Junior.

„Wenn der Vater weiß, dass sein Lebenswerk in guten Händen ist, wird er nicht mehr festhalten und kontrollieren müssen. Er vertraut seinem Nachfolger und kann viel einfacher loslassen“, resümiert die Expertin.

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