Wie Sie als Nachfolger die Übernahme von Unternehmen finanzieren
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Wie Sie als Nachfolger die Übernahme von Unternehmen finanzieren

ÜBERNAHMEFINANZIERUNG

Wenn das Eigenkapital für die Firmenübernahme nicht reicht, geht es nicht ohne Kredit, richtig? Falsch. Zum optimalen Finanzierungsmix gehören auch Förderungen, Zulagen und andere Zuschüsse.

Jedes Unternehmen hat seinen Preis. Ob der Übernehmer nun aus der Familie kommt, aus dem Unternehmen selbst oder von außerhalb – in der Regel müssen die Nachfolger den Übernahmepreis für ihr neues Unternehmen finanzieren. In den seltensten Fällen ist dies allein aus Eigenmitteln möglich. Aber es gibt interessante Alternativen.

Wer über ausreichend Vermögen verfügt, kann die Übernahme ohne fremde Geldmittel realisieren. Möglicherweise lässt sich auch der Cashflow des übernommenen – oder eines eigenen, bereits vorhandenen – Unternehmens dafür nutzen. Schenkungen aus dem familiären Umfeld können diese Mittel aufstocken.

„Die Sicherung der Unternehmens­nachfolge hat auch auf politischer Ebene eine hohe Bedeutung. Daher stehen für diesen Bereich vielfältige öffentliche Fördermittel zur Verfügung.“

Jürgen Drinhaus,
Leiter Fördermittelspezialisten, HypoVereinsbank (HVB)

Ohne Eigenkapital geht es nicht

Wenn das nicht reicht, braucht der Übernehmer fremdes Kapital. „Aber ganz ohne Eigenkapital geht es auch nicht“, sagt Jürgen Drinhaus, Leiter Fördermittelspezialisten bei der HypoVereinsbank (HVB). „Bei kleinen Unternehmen sind 15 Prozent Eigenkapital gesund und werden in einigen öffentlichen Förderprogrammen sogar vorausgesetzt“. Bei größeren Vorhaben (Kaufpreis höher als 500.000 Euro) können einzelfallbezogen auch weniger Eigenmittel eingesetzt werden. Insbesondere dann ist eine Beimischung von eigenkapitalähnlichen Mitteln eine gute Alternative.

Diese eigenkapitalähnlichen Mittel kommen beispielsweise von mittelständischen Beteiligungsgesellschaften oder Business Angels, also erfolgreichen, etablierten Unternehmern. Diese bringen Kapital und Know-how in das Unternehmen ein. So wird der Übernehmer nicht nur bei rein finanziellen Aspekten unterstützt, sondern bei Bedarf auch in fachlicher Hinsicht bei der Umsetzung seines Vorhabens.

Fördermittel optimal mixen

Auch bei kleinen und mittleren Unternehmen wird es nicht immer ganz ohne Fremdkapital bei der Finanzierung der Unternehmensnachfolge gehen. Das betrifft nicht nur den Kaufpreis. Bei einer Übernahme fallen oft auch andere Kosten an, so zum Beispiel für Ersatzinvestitionen oder Modernisierungsmaßnahmen.

Positiv: „Die Sicherung der Unternehmensnachfolge hat auch auf politischer Ebene eine hohe Bedeutung“, sagt Drinhaus. „Daher stehen für diesen Bereich vielfältige öffentliche Fördermittel zur Verfügung.“

So gibt es Bundesprogramme der KfW, beispielsweise das ERP-Kapital für Gründung, den ERP-Gründerkredit StartGeld (für Gründungen bis 100.000 Euro) und den ERP-Gründerkredit Universell, sowie Gründerkredite, Regionalförderungen und meist noch günstigere Programme der Landesförderinstitute.

Erfahrene Fördermittelexperten prüfen gemeinsam mit den Gründungs- und Nachfolgespezialisten der HVB jede Übernahmefinanzierung daraufhin, ob Förderprogramme mit den jeweiligen Konditions- und Zuschussvorteilen eingesetzt werden können. Aus den verschiedenen Programmen stellen die Experten eine auf den Kunden zugeschnittene Förderstruktur zusammen.

Merkliste

Fördermittelarten

Es gibt verschiedene Arten von Förderungen und Zuschüssen. Ihr Fördermittel-Experte entwickelt mit Ihnen zusammen den optimalen Fördermix.

„Wir entwickeln den Fördermix, der zu der Cash-Flow-Erwartung des Unternehmens passt“, sagt Drinhaus. „Kein Standard-Kreditprodukt der Bank, keine software-basierte Lösung von der Stange, stattdessen langjährige Erfahrung und individuelle Betreuung.“ Natürlich gibt es nach wie vor aber auch den klassischen Kredit.

Infografik

Finanzierungsmix für den Unternehmensnachfolger

Die Struktur des Fördermix hängt von vielen Faktoren ab. Einer davon ist die Cash-Flow-Erwartung des Unter­nehmens. Experten setzen bei dessen Ermittlung auf langjährige Erfahrung und individuelle Betreuung.

Zeitvorlauf von drei Monaten

Der Unternehmer reicht Businessplan, Rentabilitäts-, Liquiditäts- und Finanzierungsplan ein. „Unverzichtbar ist ein persönlicher Termin“, sagt Drinhaus. „Wir sehen uns das Unternehmen erst an, bevor wir die Finanzierung übernehmen.“ Als Zeitvorlauf seien etwa zwei bis drei Monate üblich, um alles optimal vorbereiten zu können.

Die Weiterleitung der Förderanträge und Bewilligung der Finanzierungsmittel beispielweise von der KfW beansprucht hingegen in der Regel nur zwei bis drei Wochen. Wenn sie selbst Risikoanteile übernehmen sollen, benötigen die Förderinstitute fallweise auch mehr Zeit für die eigene Prüfung, so der Experte.

„Wir sehen uns erst die Wirtschaftlichkeit des Unternehmens an“, sagt Fördermittelexperte Drinhaus. „Und prüfen dann, ob wir uns noch weiter absichern müssen, beispielsweise mit Bürgschaftsbanken oder durch Nutzung einer anteiligen Haftungsfreistellung.“

Bonitätsprüfung zur Absicherung der Förderkredite

„Förderkredite sind wie ganz normale Bankdarlehen auch zu besichern, weil Banken diese Mittel im Prinzip nur durchreichen“, erklärt Drinhaus. So stellt beispielsweise die KfW den Banken eine günstige Refinanzierung zur Verfügung, die die jeweilige Bank an den Unternehmer weiterleitet. Die Bank muss allerdings ihre Rückzahlungsverpflichtung gegenüber der KfW erfüllen, unabhängig davon, ob der Unternehmer wiederum seinen Rückzahlungsverpflichtungen gegenüber der Bank nachkommt oder nicht. Daher benötigt die HVB auch bei Förderkrediten bankübliche Sicherheiten und führt eine Bonitätsprüfung des Übernehmers durch.

Wenn ein Übernehmer keine Sicherheiten für die Finanzierung hat, greift die Hausbank bei Bedarf auch auf Bürgschaftsbanken zurück, um eine Finanzierung dennoch möglich zu machen.

Bürgschaftsbanken decken Teil des Finanzierungsrisikos

Bürgschaftsbanken sind Selbsthilfeeinrichtungen des Mittelstandes, an denen Wirtschaftskammern, Verbände und Innungen, Banken und Sparkassen sowie Versicherungsunternehmen beteiligt sind. Sie sind für die mittelständische Wirtschaft im jeweiligen Bundesland tätig. Bürgschaftsbanken können fehlende Sicherheiten durch Ausfallbürgschaften gegenüber der finanzierenden Bank ersetzen. Wenn eine Übernahmefinanzierung ansteht und der Übernehmer keine Sicherheiten stellt, kann die HVB an eine Bürgschaftsbank, etwa in Bayern die Bürgschaftsbank Bayern GmbH, herantreten und darum bitten, dass die Bürgschaftsbank einen Teil des Finanzierungsrisikos abdeckt. Dies ist möglich, weil sie Rückgarantien des Bundes und der Länder hat und weil sie Sicherheiten anerkennt, die eine herkömmliche Bank in der Regel nicht als werthaltig einstufen kann.

Neben Bürgschaften von Bürgschaftsbanken gibt es weitere öffentliche Bürgschaften des Bundes und der Länder, die in der Regel für die Absicherung größerer Risiken (ab 1,25 Millionen Euro) genutzt werden können.

Darüber hinaus sind auch Bankdarlehen oder Gesellschafterdarlehen als Finanzierungsformen möglich. Zur Abdeckung eines kurzfristigen Liquiditätsbedarfs bieten sich schließlich Kontokorrentkredite an. Hier wird in der Regel nur für die jeweilige Inanspruchnahme ein Sollzins fällig.

„Die Nachhaltigkeit der Ertragskraft des Unternehmens ist besonders wichtig, wenn wir mit potenziellen Firmenerwerbern über die soge­nannte Akquisitionsfinanzierung sprechen.“

Bernhard Wochinger,
Experte Mergers & Acquisitions, HypoVereinsbank (HVB)

Mergers & Acquisitions (M&A)

Bei Mittelständlern und großen Unternehmen ab einem Kaufpreis von 20 Millionen Euro schlägt die Stunde von M&A, Mergers und Acquisitions (Englisch für Fusionen und Unternehmenskäufe). Ein komplexer Prozess, der am besten von Experten vorbereitet und begleitet wird. Die HVB bietet hier ein ganzheitliches Konzept auch für den Mittelstand an, von der langfristigen Beratung bis zur Finanzierung.

„Die Nachhaltigkeit der Ertragskraft des Unternehmens ist besonders wichtig, wenn wir mit potenziellen Firmenerwerbern über die sogenannte Akquisitionsfinanzierung sprechen“, sagt Bernhard Wochinger, Experte für M&A bei der HypoVereinsbank (HVB).

So richten sich die strukturierten Kreditprodukte der Bank nicht nach den üblichen Sicherheiten – was im Dienstleistungsbereich ohnehin nicht machbar ist –, sondern nach der Qualität und Belastbarkeit des Businessplans. Konkret geht es dabei um die Kapitaldienstfähigkeit und Mindest-Finanzkennzahlen („Covenants“) des Unternehmens, die zu jedem Zeitpunkt gegeben sein müssen. „Sollte also der Unternehmer bisher immer aus dem Bauch heraus entscheiden, muss er jetzt vorab einen Businessplan erstellen, sonst würde die Akquisitionsfinanzierung überhaupt nicht funktionieren“, so Wochinger.

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